In Transformations- und Restrukturierungsphasen laufen regelmäßig Dutzende Maßnahmen parallel: Kostenprogramme, Standortprojekte, Systemumstellungen, Finanzierungsauflagen. Die Organisation muss all das neben dem Tagesgeschäft leisten, und genau daran scheitern Programme in der Praxis: Verantwortlichkeiten verschwimmen, Abhängigkeiten werden zu spät erkannt, das Management steuert auf Basis veralteter Statusberichte, und die zugesagten Effekte kommen im Ergebnis nicht an. Je angespannter die Lage, desto teurer wird jede Woche Verzögerung, gegenüber Banken und Gesellschaftern auch in der Glaubwürdigkeit.

Ein Project Management Office bündelt die Steuerung: einheitliche Maßnahmenlogik mit Verantwortlichen, Terminen und quantifizierten Effekten, ein Reporting, das den tatsächlichen Umsetzungsstand zeigt statt gefühlter Ampelfarben, und eine Governance, die Entscheidungen dorthin bringt, wo sie getroffen werden können. Richtig aufgesetzt ist ein PMO dabei kein Verwaltungsapparat, sondern ein Beschleuniger: Es entlastet die Projektleiter von Koordinationsaufwand, macht Zielkonflikte früh sichtbar und gibt dem Management die Grundlage, Prioritäten bewusst zu setzen statt sie vom Tagesgeschäft setzen zu lassen. In Sanierungssituationen kommt die Außenwirkung hinzu: Ein belastbares Maßnahmencontrolling ist die Voraussetzung, um Fortschritte gegenüber Finanzierern nachweisbar zu machen.

Wir bauen PMOs auf, richten bestehende neu aus oder stellen die Funktion vollständig: von der Maßnahmenarchitektur über Reporting und Effektmessung bis zur laufenden Steuerung im Programmalltag. Unser Ansatz kommt aus der Restrukturierung und ist entsprechend schlank: so viel Methodik wie nötig, so wenig Bürokratie wie möglich, und immer mit dem Ergebniseffekt als Leitgröße. Nach der Stabilisierung übergeben wir die Strukturen geordnet an die Organisation, mit geschulten Verantwortlichen und Prozessen, die ohne externe Unterstützung tragen. Das PMO ist bei uns ein Mittel zur Umsetzung, kein Dauerzustand.

  1. Analyse der Ausgangssituation

    Aufnahme der Projektlandschaft, Bewertung von Prozessen, Verantwortlichkeiten und Berichtswegen sowie Identifikation der kritischen Abhängigkeiten

  2. Aufbau der Steuerungsstruktur

    Definition von Maßnahmenlogik, Rollen, Governance und Entscheidungswegen sowie Auswahl schlanker, praxistauglicher Werkzeuge

  3. Einführung von Reporting und Effektmessung

    Etablierung eines Berichtswesens, das Umsetzungsstand und Ergebniseffekte transparent macht, für Management, Gesellschafter und Finanzierer

  4. Laufende Programmsteuerung

    Steuerung der Maßnahmen im Programmalltag: Nachverfolgung, Eskalation von Zielkonflikten und Vorbereitung der Managemententscheidungen

  5. Verankerung und Übergabe

    Befähigung der internen Verantwortlichen und geordnete Übergabe der Strukturen in den Regelbetrieb

Pascal Stumpf

„Ein gutes PMO misst man nicht an der Zahl seiner Berichte, sondern daran, ob die zugesagten Effekte im Ergebnis ankommen. Steuerung ist Mittel zum Zweck, nicht der Zweck selbst.“

Pascal StumpfManaging Director
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