Der Bedarf an Interim Management entsteht selten planbar. In der Krise verlangen Banken und Gesellschafter eine Führungskraft, die die Sanierung verantwortet und glaubwürdig nach innen wie außen vertritt, häufig in der Rolle des Chief Restructuring Officer (CRO). Vakanzen in Geschäftsführung oder kaufmännischer Leitung reißen Lücken, die das Tagesgeschäft nicht wartet. Und in Transformations- oder Transaktionsphasen, etwa nach einem Carve-out oder Erwerb aus der Insolvenz, braucht das Unternehmen vorübergehend Kapazität und Erfahrung, die intern nicht vorhanden ist. Allen Situationen gemeinsam: Die Aufgabe ist zeitlich begrenzt, aber zu wichtig für eine Übergangslösung ohne Format.

Interim Management aus der Restrukturierung unterscheidet sich vom klassischen Lückenfüller-Modell. Der Interim Manager bringt nicht nur Erfahrung mit, sondern ein Mandatverständnis: klare Ziele, definierte Befugnisse und die Bereitschaft, unbequeme Entscheidungen zu treffen und zu vertreten, weil er nicht auf die eigene Karriere im Unternehmen Rücksicht nehmen muss. Zugleich gilt: Führung auf Zeit heißt nicht Führung ohne Bindung. Wirksam wird ein Interim Manager erst, wenn er das Vertrauen von Belegschaft, Führungskreis und Finanzierungspartnern gewinnt; Fachlichkeit ohne Standing im Unternehmen verpufft. Die Auswahl der Person ist deshalb wichtiger als jedes Konzept.

Wir stellen Interim Manager aus den eigenen Reihen und einem geprüften Netzwerk erfahrener Führungskräfte: als CRO oder Sanierungsgeschäftsführer, als kaufmännische Leitung oder CFO auf Zeit, oder als Verstärkung der Finanzorganisation bis hin zum vollständigen Betrieb von Controlling und Reporting. Der Unterschied zum reinen Vermittler: Hinter jedem Mandat steht FinCo Partners mit Methodik, Werkzeugen und Team, von der 13-Wochen-Liquiditätsplanung bis zum Maßnahmencontrolling. Der Interim Manager ist bei uns nicht allein im Unternehmen, sondern der vorderste Teil einer eingespielten Mannschaft. Und weil das Mandat endlich ist, gehört der geordnete Übergang von Beginn an zum Auftrag: Nachfolge, Strukturen und Wissen bleiben im Unternehmen.

  1. Auftragsklärung

    Präzise Definition von Aufgabe, Zielen, Befugnissen und Dauer des Mandats gemeinsam mit Gesellschaftern, Beirat und gegebenenfalls Finanzierungspartnern

  2. Besetzung

    Auswahl der passenden Führungskraft aus eigenen Reihen oder geprüftem Netzwerk, mit Erfahrung in vergleichbaren Situationen und Branchen; Vorstellung binnen weniger Tage

  3. Onboarding und Standortbestimmung

    Schnelle Übernahme der Verantwortung mit strukturierter Bestandsaufnahme in den ersten Wochen: Liquidität, Leistung, Organisation, Stakeholder

  4. Führung und Umsetzung

    Verantwortung im Tagesgeschäft und Steuerung der vereinbarten Maßnahmen, mit regelmäßiger Berichterstattung an Gesellschafter, Beirat und Finanzierer

  5. Übergabe

    Geordneter Übergang an die dauerhafte Führung: Nachfolgevorbereitung, Dokumentation und Verankerung der aufgebauten Strukturen im Unternehmen

Tobias Paßberger

„Ein Interim Manager wird nicht daran gemessen, wie gut er ankommt, sondern was er hinterlässt: ein stabilisiertes Unternehmen, tragfähige Strukturen und eine Führung, die ohne ihn weiterarbeiten kann."

Tobias PaßbergerBeirat
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