Ein Carve-out macht aus einem Unternehmensteil ein eigenständiges Unternehmen. Was in der Transaktionslogik ein Vermögensübergang ist, bedeutet operativ den Aufbau vollständiger Strukturen: Finanzen und Reporting, IT und Systeme, Personal, Einkauf und Verwaltung, die bislang der Mutterkonzern bereitgestellt hat. Unterschätzte Standalone-Kosten und lückenhafte Übergangsvereinbarungen gehören zu den häufigsten Gründen, warum Carve-out-Beteiligungen hinter dem Investment Case zurückbleiben. Ein belastbares Standalone-Kostenmodell und sauber verhandelte Transitional Service Agreements entscheiden deshalb bereits vor dem Signing über den späteren Erfolg.

Auf der Gegenseite steht die Integration: die Zusammenführung von Plattform und Zukauf zu einem Unternehmen, das mehr ist als die Summe seiner Teile. Synergien in Einkauf, Vertrieb und Verwaltung realisieren sich nicht durch Ankündigung, sondern durch konsequente Maßnahmenverfolgung in den ersten Monaten nach dem Closing; genau dort geht in der Praxis der größte Teil des Synergiepotenzials verloren. In Buy-and-Build-Strategien kommt die Wiederholbarkeit hinzu: Wer regelmäßig zukauft, braucht ein Integrationsmodell, das sich mit jedem Add-on schneller und verlässlicher anwenden lässt, ohne das laufende Geschäft zu belasten.


Wir verantworten Carve-outs und Integrationen von der Konzeption bis zur operativen Umsetzung. Vor der Transaktion entwickeln wir Standalone-Kostenmodelle und Integrationskonzepte als Grundlage für Kaufpreis und Investment Case; nach dem Closing führen wir die Umsetzung über ein straffes Programm-Management mit klaren Verantwortlichkeiten und messbaren Meilensteinen. Unsere Erfahrung aus Sondersituationen kommt dabei auch klassischen Transaktionen zugute: Wer Carve-outs unter Zeitdruck und mit begrenzten Ressourcen umgesetzt hat, bringt die nötige Priorisierungsdisziplin in jedes Projekt mit.

  1. Konzeption und Standalone-Modell

    Entwicklung von Carve-out- bzw. Integrationskonzept einschließlich Standalone-Kostenmodell, Zielorganisation und Bewertung der Abhängigkeiten vom bisherigen Verbund

  2. Übergangsstrukturen

    Definition und Verhandlungsunterstützung der Transitional Service Agreements sowie Planung des Aufbaus eigenständiger Funktionen in Finanzen, IT, Personal und Einkauf

  3. Day-1-Readiness

    Sicherstellung der Handlungsfähigkeit zum Stichtag: Zahlungsverkehr, Reporting, Verträge, Systeme und Kommunikation gegenüber Kunden, Lieferanten und Belegschaft

  4. Umsetzung und Synergierealisierung

    Steuerung der Maßnahmen über ein zentrales Programm-Management mit klaren Verantwortlichkeiten, Meilensteinen und laufender Effektmessung

  5. Stabilisierung und Übergabe

    Ablösung der Übergangsvereinbarungen, Verankerung der neuen Strukturen im Regelbetrieb und geordnete Übergabe an das Management

Peter Berdon

„Ob ein Carve-out den Investment Case trägt, entscheidet sich nicht am Closing-Tag, sondern in den Monaten davor und danach: im Standalone-Kostenmodell und in der Disziplin der Umsetzung.“

Peter BerdonPartner
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